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digitalradio forum • Thema anzeigen - Radioübertragung über Internet zehnmal teurer als UKW

Radioübertragung über Internet zehnmal teurer als UKW

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Radioübertragung über Internet zehnmal teurer als UKW

Beitragvon Silvio Berlusconi » Sa 02 Jan 2010 19:33

Interessantes Interview mit Antenne Bayern GF Karlheinz Hörhammer bei DIGITAL FERNSEHEN:

Radio-Übertragung ist für die Sender um den Faktor zehn teurer als UKW oder das digitale DAB-Verfahren, rechnet der Vorsitzende der Geschäftsführung von Antenne Bayern, Karlheinz Hörhammer, vor. DIGITAL FERNSEHEN hat sich mit ihm unterhalten.

"UKW funktioniert nach wie vor einfach zu gut, ob das die Technik, die Qualität oder die flächendeckende Versorgung betrifft. Hier heißt es Radio anschalten, egal ob im Bad, Auto oder in der Werkstatt", so Hörhammer. Komplizierter sei das Radiohören über das Internet. "Erste Voraussetzung ist hier schon mal ein Internetzugang. Gut beraten ist dann noch, wer eine Flatrate besitzt, weil ansonsten die Internetkosten teuer werden können", so Hörhammer. Wenn all diese Vorraussetzungen erfüllt seien, biete Webradio aber Vorteile.

DIGITAL FERNSEHEN: Inwieweit verlagert sich Ihrer Meinung nach die Radionutzung Ihrer Hörer immer mehr ins Internet und glauben Sie, dass die Verlagerung in Zukunft noch zunehmen wird? Woran liegt es, dass besonders jüngere Leute zunehmend Radio übers Internet hören?

Karlheinz Hörhammer: Laut den Ergebnissen der letzten Medien-Analyse (MA Radio 2009 2) hören in der Zielgruppe der zehn- bis 19-Jährigen 105 000 Hörer unser Programm, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 233 000 Hörer in der Durchschnittsstunde. Dies zeigt, dass die jüngeren Zielgruppen bei Antenne Bayern stark vertreten sind. Internet ist einer von mehreren Distributionswegen und insbesondere von der jungen Zielgruppe stark genutzt.

DF: Welche Programm- und Musikinhalte werden bei Ihnen per Webradio übertragen?

Hörhammer: Das Programm von Antenne Bayern und unserem zweiten Programm Rock Antenne kann per Webradio gehört werden. Hinzu kommen zwölf weitere Channels als Webradio mit Zielgruppenformaten, wie beispielsweise Schlagern, Chillout Music, Lovesongs oder Kinohits.

DF: Wie viele Zuhörer nutzen Ihr Webradio-Angebot im Augenblick?

Hörhammer: Pro Monat verzeichnen wir circa 3,69 Millionen Zugriffe auf den Webstream von Antenne Bayern, bei Rock Antenne sind es circa 2,3 und auf die zusätzlichen Streams circa 1,5 Millionen Zugriffe. In Spitzenzeiten hören 20 000 parallele User unsere Internetstreams.

DF: Inwieweit schwächt, Ihrer Meinung nach, Webradio das Medium Radio?

Hörhammer: UKW funktioniert nach wie vor einfach zu gut, ob das die Technik, die Qualität oder die flächendeckende Versorgung betrifft. Hier heißt es Radio anschalten, egal ob im Bad, Auto oder in der Werkstatt. Komplizierter wird es hier schon beim Radiohören über das Internet - erste Voraussetzung ist hier schon mal ein Internetzugang.

Gut beraten ist dann noch, wer eine Flatrate besitzt, weil ansonsten die Internetkosten teuer werden können. Wenn all diese Vorraussetzungen erfüllt sind, bietet Webradio auf jeden Fall Vorteile. Aber solange UKW so gut funktioniert und überall verfügbar ist, wird Webradio das Medium nicht schwächen.

DF: Inwiefern treibt das Webradio die Analogabschaltung im Bereich Radio voran?

Hörhammer: Die Entwicklung Webradio lässt sich im Moment noch nicht abschätzen. Ich gehe davon aus, dass Radio mindestens noch die nächsten zehn Jahre im Wesentlichen analog über UKW übertragen wird. Denn das Internet ist für Radio-Übertragung um den Faktor zehn teurer als UKW oder das digitale DAB-Verfahren.

Gemäß einer Studie von Goldmedia generieren Webradios in Deutschland 15 Millionen Euro Umsatz, verteilt auf knapp 1 900 Webradio-Angebote. Diese werden sich kaum auf dieser Basis bis zum Jahr 2013 refinanzieren können. Somit kann man sicherlich nicht davon sprechen, dass die Übertragung über das Internet die Analogabschaltung vorantreiben wird.


Das komplette Interview findet Ihr unter folgendem Link:
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Re: Radioübertragung über Internet zehnmal teurer als UKW

Beitragvon Silvio Berlusconi » Sa 02 Jan 2010 19:42

Weiteres Interview mit den selben Fragen; diesmal mit Nico Nickel, dem GF von Radio PSR:

Radio PSR: "Derzeit kaum zunehmende Radionutzung über Internet"

Der Leiter der Unternehmenskommunikation bei Radio PSR, Nico Nickel, beobachtet keine zunehmende Radionutzung über das Internet. "Als Begleit- und Drive-Time-Medium fehlt hier vor allem noch die Möglichkeit, Internet-Radio im Auto zu empfangen", sagt er.

Noch macht sich das Internet für die Radionutzung bei Radio PSR kaum bemerkbar. "Mit der zunehmenden Verbreitung von DSL-Anschlüssen, Flatrates und hoffentlich bald kostengünstigeren WLAN-Radios wird die Radionutzung über das Internet nicht nur zunehmen, sondern in einigen Jahren sicherlich zur Normalität", hofft Nickel im Interview mit DIGITAL FERNSEHEN.

DIGITAL FERNSEHEN: Herr Nickel, inwieweit verlagert sich Ihrer Meinung nach die Radionutzung Ihrer Hörer immer mehr ins Internet und glauben Sie, dass die Verlagerung in Zukunft noch zunehmen wird? Woran liegt es, dass besonders jüngere Leute zunehmender Radio übers Internet hören?

Nico Nickel: Eine zunehmende Radionutzung über das Internet ist bei unseren Hörern momentan nur in geringem Maße spürbar. Dabei sind es natürlich vor allem die jungen und mobilen Nutzer, die diesen Schritt häufiger gehen. Moderne WLAN-Radios und Handy-Applikationen machen dies immer unkomplizierter möglich sind aber noch keine Voll-Alternative.

Denn als Begleit- und Drive-Time-Medium fehlt hier vor allem noch die Möglichkeit, Internet-Radio im Auto zu empfangen. Mit der zunehmenden Verbreitung von DSL-Anschlüssen, Flatrates und hoffentlich bald kostengünstigeren WLAN-Radios wird die Radionutzung über das Internet nicht nur zunehmen, sondern in einigen Jahren sicherlich zur Normalität.

DF: Welche Programm- und Musikinhalte werden bei Ihnen per Webradio übertragen?

Nickel: Radio PSR wird vollständig per Web-Stream im Internet angeboten. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig Live-Streams von Konzerten, spezielle Musikmixe zum Anhören und Genießen an.

DF: Wie viele Zuhörer nutzen Ihr Webradio-Angebot im Augenblick?

Nickel: Täglich nutzen gegenwärtig mehrere tausend Hörer den Web-Stream.

DF: Inwieweit schwächt, Ihrer Meinung nach, Webradio das Medium Radio?

Nickel: Webradio schwächt das Medium Radio meines Erachtens nicht. Im Gegenteil: die Vielzahl an Nischen-Angeboten im Netz stellt eine Herausforderung dar, die uns dazu antreibt, unsere Stärken noch besser zu nutzen. Besonders unsere Kompetenzen im regionalen Bereich, die Möglichkeit vor Ort den direkten Kontakt mit den Hörern zu suchen, bieten uns ein Spielfeld, auf dem wir definitiv den Ton angeben.

Diese Möglichkeiten haben die Macher von reinen Webradioangeboten nicht. Dazu kommen im Land bekannte Moderatoren, die dem Sender ihr Gesicht geben. Diese Form der emotionalen Hörer-Bindung ist eine weitere Stärke, die uns in die Lage versetzt, weiterhin eine echte Alternative zu gesichtslosen Webradio-Angeboten anzubieten. Natürlich müssen wir dabei auch das Medien-Nutzungsgewohnheiten im Auge behalten und zu jeder Zeit ebenfalls im Netz vertreten sein und die Entwicklung aktiv mit gestalten.

DF: Inwiefern treibt das Webradio die Analogabschaltung im Bereich Radio voran?

Nickel: Es ist unbestreitbar, dass die technischen Entwicklungen, besonders im Bereich Internet, die Analogabschaltung in einem gewissen Maße mit vorantreiben. Entscheidender für den Zeitpunkt der Analog-Abschaltung ist unserer Meinung nach aber die Entwicklung von kostengünstigen, digitalen Radiogeräten und natürlich die Einrichtung eines flächendeckenden digitalen Sendenetzes. Beides steckt noch in den Kinderschuhen.

Es gibt in Deutschland 280 Millionen analoge Radiogeräte (davon zig Millionen Autoradios), die bei UKW-Abschaltung von heute auf morgen Schrott wären. Demgegenüber stehen derzeit sehr wenige, sehr teure digitale Radioempfänger. Ein weiteres Problem sind die unterschiedlichen Planungen in den verschiedenen Bundesländern. So kann beispielsweise Sachsen Ende 2014 nur schwer abschalten, wenn in anderen Bundesländern noch weiter auf UKW gesendet wird. Wir sind uns sicher, dass die Gesetzgeber mit viel Fingerspitzengefühl und mit Blick auf die Bedürfnisse und Lebenswelten der Menschen die Analog-Abschaltung umsetzen werden.


Das komplette Interview gibt's unter folgendem Link:
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