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Was ist DRM?
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Bei DRM (Digital Radio Mondiale) handelt es sich um einen Standard, welcher explizit für die Frequenzbänder unterhalb von 30 MHz entwickelt wurde. Diese Frequenzbänder sind allgemein bekannt als Lang-, Mittel- sowie Kurzwelle, weshalb im Zusammenhang mit DRM ebenfalls der Begriff "Digitale Mittelwelle" verwendet wird.
Auch DRM nutzt die Übertragungsart COFDM (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex). Das digitale Signal verteilt sich dabei entlang einer grossen Zahl schmalbandiger Träger, welche sich innerhalb des vorgesehenen Sendekanals befinden. DRM ist so ausgelegt, dass die Zahl der verwendeten Träger je nach Kanalbandbreite (5, 9, 10 oder mehr kHz) veränderbar ist.
DRM ist in der Lage, für die Sprachwiedergabe die Codes MPEG4 AAC oder MPEG4 CELP einzusetzen. Das System verfügt für beide Codes über das sogenannte SBR, welches eine zusätzliche Erweiterung der Audio-Bandbreite ermöglicht, die mit reinem MPEG4 und gleicher Übertragungsrate gar nicht möglich wäre.
DRM versteht sich nicht als Konkurrenz zu DAB, sondern als Ergänzung. Durch die Nutzung physikalischer Vorteile bei der Ausstrahlung auf AM-Frequenzen, sind mit DRM wesentlich grössere Reichweiten als mit Verfahren wie DAB oder UKW möglich. Die Mitglieder der Konsortien von DRM und DAB haben bereits verschiedene Kooperationsabkommen abgeschlossen.
Sollte DRM den angepeilten Erfolg erzielen und zum Durchbruch gelangen, dürfte der analoge Rundfunk auf den Frequenzen unterhalb von 30 MHz weitgehend verschwinden. Allerdings wird dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da weltweit Milliarden von Radioempfängern ersetzt werden müssten und zudem auch die Sendeanlagen für einen digitalen Betrieb umgerüstet sein müssen. Möglicherweise werden neue Radiogeräte über längere Zeit hinweg beide Modi (analog und digital) empfangen können.
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DRM+ für UKW-Bereich
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Das DRM-Konsortium hat beschlossen, den DRM-Standard für den Einsatz auf Frequenzen bis zu 120 MHz weiterzuentwickeln und damit auch die heute für UKW genutzten Frequenzen einzubeziehen. Ursprünglich wurde der DRM-Standard nur für den Lang-, Mittel- und Kurzwellenbereich konzipiert und war somit nur für Frequenzen bis 30 MHz ausgelegt. Mit der gleichen Kapazität, welche heute ein UKW-Programm einnimmt, könnten künftig etwa vier DRM-Programme ausgestrahlt werden. Marktreife Produkte werden aber voraussichtlich nicht vor 2009 verfügbar sein. DRM soll dabei nicht zu einem Konkurrenzprodukt für den DAB-Standard werden, sondern diesen sinnvoll ergänzen.
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