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Perspektiven für DAB

Noch sind die Voraussetzungen für ungestörten DAB Digitalradio-Empfang alles andere als optimal. Doch jetzt geht der Ausbau weiter:



Ab 2010: Flächendeckende Erschliessung ganze Schweiz
Ausbau der Tunnelversorgung



Landesweiter Empfang aller SRG Programme

Schon heute strahlt die SRG SSR idée suisse neben den Programmen für die jeweilige Sprachregion auch die Programme von Swiss Satellite Radio (SwissPop, SwissJazz und SwissClassic) aus. Ausserdem wird jeweils das erste Programm aus den anderen Sprachregionen im selben Paket ausgestrahlt (in der Deutschschweiz: RSR La Première, RSI Rete Uno und Radio Rumantsch).

Mit einem weiteren DAB Ensemble auf Basis von DAB+ wäre es möglich, sämtliche Radioprogramme von SRG SSR idée suisse landesweit zu verbreiten. In der Deutschschweiz können seit dem Start des Layers der SwissMediaCast AG nun auch Programme wie Rete 3 oder Option Musique empfangen werden.



Chance für landesweite Privatsender

In der schweizerischen Radiolandschaft gab es bisher keinen Platz für einen überregionalen Privatsender. Grund dafür sind unter anderem die knappen Frequenzen auf UKW. Die digitale Technik kann da mit DAB Digitalradio Abhilfe schaffen.

Zwar gibt es schon heute private Radioprogramme, welche über eine Lizenz für die landesweite Verbreitung verfügen (Radio Eviva, Radio 105, Radio Monte Carlo Swiss, Radio Top Two und LifeChannel/ERF). Doch diese Programme - zumeist Spartenradios - dürfen leider nicht auf herkömmlichem Wege via UKW ausgestrahlt werden. Somit sind diese Sender natürlich auch nicht mobil empfangbar, was es folglich unmöglich macht, diese Programme auch unterwegs zu empfangen.

DAB Digitalradio bietet sich hier als einmalige Chance an! Auf dem Ensemble der privaten SwissMediaCast AG findet sich Platz für bis zu 18 neue Radioprogramme. Radio Eviva, LifeChannel, Radio Top Two, Energy Zürich und andere machen sich diese Möglichkeit bereits zu Nutze und sind seit dem 15. Oktober 2009 auch unterwegs zu empfangen. Sender mit landesweiter Konzession sind somit nicht mehr länger von der blossen Verbreitung via Kabel abhängig!


"Technologiefranken" als Starthilfe

Gegenwärtig steckt die weitere Entwicklung von DAB Digitalradio in einem Teufelskreis. Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Durchsetzung des digitalen Radiostandards ist die erweiterte Programmvielfalt. Für die Ausweitung der Programmvielfalt müsste das Angebot auch um weitere private Sender ergänzt werden. Doch die Veranstalter privater Radioprogramme sehen sich mit grossen Investitionen konfrontiert, welche sich nur sehr schwer refinanzieren lassen.

Mit dem sogenannten "Technologiefranken" könnte ein Ausweg aus dieser Sackgasse geschaffen werden. Beim "Technologiefranken" handelt es sich um einen Anteil aus den Gebührengeldern, der gezielt dafür eingesetzt werden soll, den Privatradios Anreize für den Aufbau der DAB Infrastruktur zu schaffen.

Dank den finanziellen Mitteln, welche der "Technologiefranken" beisteuern würde, könnte der weitere Ausbau der DAB Infrastruktur in folgenden Schritten vollzogen werden:


Betrieb eines gemeinsamen Ensembles von SRG und Privatradios (seit Oktober 2009 in Betrieb)
Start eines dritten Ensembles durch die SRG, welche sich schrittweise aus dem zweiten Ensemble zurück zieht
Komplette Uebernahme des zweiten Ensembles durch Privatradios
Start von lokalen Ensembles unter Beteiligung der SRG mit Regionaljournale und privater Lokalradios



Platz für neue Formate und Spartenprogramme

Sind in der Schweiz einmal drei oder mehr überregionale sowie einzelne lokale Ensembles in Betrieb, lassen die geschaffenen Kapazitäten kaum Wünsche für neue Spartenformate offen:


Wort- und Kulturprogramme
Informations-, News- und Talkradio
Ereigniskanäle für Events und Sportveranstaltungen
Musikspartenkanäle unterschiedlichster Genres
Kinderradio oder Schulprogramme
Minderheitenprogramme



Dank nationaler Verbreitung von DAB Digitalradio erreichen Spartensender ausreichend grosse Zielgruppen, welche die Wirtschaftlichkeit derartiger Formate überhaupt ermöglichen. Ausserdem erlaubt die gleichzeitige Nutzung eines Ensembles durch mehrere Programmveranstalter ein nicht unwesentliches Kostensharing.

Hinter DAB Digitalradio verbirgt sich die einmalige Chance, die seit Jahren festgefahrenen Strukturen unserer Radiolandschaft aufzubrechen und den Markt neu zu gestalten.


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