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Das Radio wird digital
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Mit der Digitalisierung des Radios kommt endlich mehr Vielfalt in unsere Radiolandschaft. Hier erfahren Sie alles über den aktuellen Stand der Entwicklung!
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Digitalradio in der Schweiz
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Noch vor wenigen Jahren war völlig unklar, welches Digitalradio System sich auf dem schweizerischen Markt durchsetzen wird. Die SRG SSR idée suisse begann bereits 1999 mit ersten Digitalradio Ausstrahlungen und setzte dabei stets einen klaren Schwerpunkt auf DAB (Digital Audio Broadcasting). Zwar kommen andere Systeme wie DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel) punktuell auch zum Einsatz, doch spielen diese Standards eine eher untergeordnete Rolle.
Rund 10 Jahre später zählt die Schweiz zu den führenden Ländern, was die Versorgung und Abdeckung von DAB Digitalradio betrifft. Ausserdem ist die Schweiz das erste Land weltweit, welches neue Ensembles auf Basis von DAB+ im Regelbetrieb einführt.
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Programmvielfalt statt Frequenzmangel
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Mit seinen begrenzten Kapazitäten vermag das analoge UKW Radio dem Ruf nach mehr Vielfalt unmöglich gerecht werden. Die Digitalisierung des Radios sorgt für eine echte Alternative in Zeiten des allgemein herrschenden Frequenzmangels.
Schon heute werden über die zwei Digitalradio Ensembles (DAB / DAB+) der Deutschschweiz mehr als 20 Programme in störungsfreier Qualität verbreitet:
DRS 1, DRS 2 und DRS 3 DRS 4 News DRS Musikwelle DRS Virus
Swiss Classic Swiss Jazz Swiss Pop
RSR La Première und Option Musique RSI Rete Uno und Rete Tre Radio Rumantsch WRS World Radio Switzerland
Energy Züri Radio Basel Radio Top Two
Radio Eviva Radio Life Channel (ERF) Open Broadcast Backstageradio (mx3)
SwissMountainHolidayRadio (Start in Kürze) Radio Inside (ab 29. März 2010) Radio Maria (ab Frühjahr 2010)
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Bleiben Sie informiert!
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In unseren News Rubriken finden Sie laufend die aktuellsten Informationen rund um die Entwicklung des Digitalradios:
DAB News
digiradio blog
Digitalradio Forum
DMB News
DRM News
HD Radio News
Podcasting News
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Nebeneinander statt gegeneinander
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Wie bei der analogen Technik werden sich auch beim Digitalradio verschiedene Techniken und Standards ergänzen. Jede Technologie hat seine Vor- und Nachteile. Entscheidend wird wiederum sein, dass die Vorteile der einzelnen Standards jeweils richtig eingesetzt werden. Auch das herkömmliche Radio war über lange Jahre geprägt vom Nebeneinander von AM (Lang-, Mittel- sowie Kurzwelle) und FM (Ultrakurzwelle / UKW). Während über UKW seit jeher nationale und lokale Programme verbreitet werden, eignen sich die AM-Bänder besonders für die Verbreitung von Radioprogrammen über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Auch wenn die digitale Technik das analoge Radio eines Tages ablösen wird, dürfte sich die Aufteilung in unterschiedliche Standards nach einem vergleichbaren Muster verhalten:
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DAB / DAB+
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Ergänzung zu UKW für nationale und regionale Abdeckung.
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HD Radio
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Ergänzung zu UKW für regionale und lokale Abdeckung.
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DRM
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Ersatz für MW, LW und KW. Hauptsächlich für grossflächige Verbreitung.
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DRM+ (DRM 120)
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Langfristig als Ersatz für UKW. Hauptsächlich für regionale Abdeckung.
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Internet Radio
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Ergänzung zu allen Übertragungsarten. Weltweite Abdeckung.
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Einer für alle - alle für einen?
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Angesichts der Tatsache, dass verschiedene Standards für digitales Radio vor der Markteinführung stehen, drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob es bald auch Receiver geben wird, welche für alle digitalen Standards eingesetzt werden können. Zwar liess die Industrie verlauten, dass sogenannte Kombi-Chips für den Bau von Mehrnormen-Empfängern bereits entwickelt wurden, doch werden mittelfristig kaum entsprechende Geräte auf den Markt kommen.
Zumindest in der Einführungsphase eines jeden Standards ist es unabdingbar, dass dem Markt kostengünstige Empfangsgeräte zur Verfügung stehen. Die Industrie steht ohnehin vor der Herausforderung, die hohen Entwicklungskosten möglichst rasch zu amortisieren. Und zu viele Features würden den Preis der neuen Empfangsgeräte nur noch weiter in die Höhe treiben.
Da mit den beiden Standards DAB und DRM auch völlig verschiedene Märkte mit unterschiedlichen Bedürfnissen angesprochen werden, ist zu erwarten, dass die Beschaffenheit der Geräte entsprechend differenziert ausfallen wird. Empfangsgeräte für DAB werden wohl - ähnlich wie die MP3-Player - eher im trendigen Design angeboten, während DRM Receiver - wie die heute bekannten Weltempfänger - tendenziell für den praktischen Gebrauch konzipiert sind. Zudem zeichnet sich der Trend ab, dass immer mehr namhafte Hersteller mit grossen Markennamen zu den Anbietern von DAB Empfangsgeräten zählen, während sich das Angebot von DRM Receivern vorerst noch auf eher unbekannte Produzenten aus Fernost beschränkt.
Auch innerhalb der jeweiligen Standards sollte die Einführung stufenweise erfolgen. So kommt beispielsweise im DAB Vorzeigemarkt Grossbritannien noch immer lediglich ein Frequenzbereich - das Band III - zum Einsatz. In diesem Umfeld bringen Empfangsgeräte, die auch den Empfang von Programmen im L-Band ermöglichen würden, noch überhaupt keinen Zusatznutzen.
Erst wenn die einzelnen Standards sich in ihren Schlüsselmärkten entwickelt haben, wird die Herstellung von digitalen Mehrnormen-Empfängern auch wirtschaftlich Sinn machen. Ein breites Publikum werden DAB und DRM nur dann erreichen, wenn auch entsprechend günstige Receiver zur Verfügung stehen. Der Kaufpreis darf zum jetztigen Zeitpunkt kein Hindernis darstellen. Haben sich die beiden Standards einmal etabliert und neue Massenmärkte hervorgebracht, ist die Zeit auch Reif für Kombigeräte. In Europa beherrschen diese Kombigeräte in der Regel neben DAB/DAB+ auch UKW und Wi-Fi Internet Radio.
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